Wien - Nach der Erste Bank empfiehlt nun auch die Raiffeisen Centrobank (RCB) die Anteile des Automobilzulieferers Eybl International zum Kauf. Die Aktienexperten geben ein Kursziel von 16 Euro an. Fundamental sei die Aktie sehr attraktiv bewertet, heißt es von Seiten der RCB-Analysten. Des weiteren erwarten sie eine deutlich höhere Liquidität der Aktien nach erfolgter Aufnahme in den Prime Market der Wiener Börse.

Zu den Stärken des Automobilzulieferers gehörten die erfolgreich abgeschlossene Kapitalrestrukturierung und die Erreichung des Turnaround. Nach dem Scheitern der Internationalisierungsstrategie und dem Einstieg in neue Geschäftsfelder konzentriere sich Eybl nun wieder auf seine Kernkompetenzen. Positiv vermerkten die Analysten, dass das Unternehmen die Gewinnschwelle auf Basis des Betriebsergebnisses auf 300 Mio. Euro gesenkt und die Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2005/06 angekündigt hat.

Eybl generiert wenig Cash-flow

Andererseits sollte man die noch schwache Fähigkeit der Eybl, Cash-flow zu generieren, und die hohen Investitionen in den kommenden drei Jahren bedenken. Besorgt zeigten sich die Analysten über das Ausbleiben der Erholung der europäischen Automobilkonjunktur und die hohen Überkapazitäten in der Automobilindustrie, die den Kostendruck auf Zulieferfirmen verstärkten.

Obwohl sich der europäische Automobilmarkt im Jahr 2003 "im Rückwärtsgang" befinde, hält Eybl an ihren Prognosen für das Geschäftsjahr 2003/04 fest. Die RCB "findet Gefallen an der Prognosequalität des Managements" und rechnet mit einem positiven Ergebnis pro Eybl-Aktie von 2,54 Euro. Für 2005/06 erwarten die Analysten Rückenwind von konjunktureller Seite, was den Umsatz bedingt durch eine höhere Auslastung der Produktionskapazitäten um 12,5 Prozent auf 450 Mio. Euro ansteigen lassen sollte. Daraus werde den RCB-Prognosen zufolge ein Gewinn je Anteil von 4,86 Euro resultieren.(APA)