Granada - Ein spanischer Gastwirt muss sechs Jahre in Haft, weil sein Lokal jahrelang den zulässigen Lärmpegel überschritten hatte. Das Landgericht von Granada verurteilte den Mann außerdem dazu, einer von dem Lärm betroffenen Familie 24.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Die Richter in der südspanischen Stadt sahen es nach dem am Dienstag veröffentlichten Urteil als erwiesen an, dass der Wirt die Lautstärke der Musikanlage und der Fernsehgeräte so weit aufgedreht habe, dass er damit gegen die Umweltgesetze verstoßen habe. Sie werteten es nach Informationen der Nachrichtenagentur Efe als strafverschärfend, dass der Angeklagte sein Beisl in der Ortschaft Atarfe ohne Genehmigung betrieben und einer Anordnung der Behörden zu Schließung eines Biergartens nicht nachgekommen sei. (APA, 25.3.2014)