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Justizminister Wolfgang Brandstetter: "Es ist vieles nicht in Stein gemeißelt."

Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Wien - Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) steht den Vorschlägen seiner Regierungskollegin Sophie Karmasin (ÖPV) für mehr Gleichstellung homosexueller Partnerschaften offen gegenüber. "Ich kann mir das sehr gut vorstellen", sagte er am Dienstag vor dem Ministerrat zum Vorstoß der Familienministerin, Verpartnerungen künftig am Standesamt zu ermöglichen.

"Hätte kein Problem damit"

"Ich persönlich hätte damit kein Problem", so der Minister. Ähnlich steht er zu Änderungen im Namensrecht (womit auch Verpartnerte einen "Familiennamen" führen könnten). Dem von Familienministerin Karmasin angekündigten runden Tisch blicke er denn auch mit Interesse entgegen.

Konkret danach gefragt, ob homosexuellen Paaren auch die Adoption von Kindern erlaubt werden soll, meinte er generell, dass man grundsätzlich diskutieren könne, wie viele Regeln und Verbote eine Gesellschaft brauche. Die rechtsstaatliche Debatte in den vergangenen Jahren sei eher in Richtung weniger Verbote und Vorschriften und mehr Freiheiten geführt worden. Daher sei "vieles nicht in Stein gemeißelt". (APA, 1.4.2014)