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Grafik: Archiv

"Der Virus wütet anderswo" – zu diesem Schluss kam Frau S., nachdem sie am Mittwoch mit ihrem Provider geplaudert hatte. Denn der – der Breitbanddienst Chello – hatte ihr geschrieben, dass ihr Rechner den Virus Sobig-F. verschicke. Für Fragen stehe der Helpdesk zur Verfügung.

Frau S. fragte: 1) Wie ein urlaubsbedingt zwei Wochen ausgeschalteter Rechner Mails verschicken könne. 2) Sie arbeite auf einem Apple – auch aus Virenschutzgründen.

Sobig-F interessiert sich nicht für Apple

Im Callcenter fragte man nach dem Betriebssystem (OSX) und bedauerte: Frau S. habe den Virus, sie müsse den Rechner neu aufsetzen. Genaueres stünde auf der Microsoft-Homepage. Frau S. rief ihren Computerhändler an. Der war erstaunt: Sobig-F interessiert sich nicht für Apple. Gefahr, so der Mann, bestehe dennoch. Nicht durch Viren, sondern durch den Helpdesk. (rott, DER STANDARD Printausgabe, 22. August 2003)