Robert Palfrader war ursprünglich Cafetier und hängt an seiner Kaffeemaschine.

Foto: Nathan Murrell

"Ich bin ein ziemlich unmaterialistischer Mensch. Mir bedeuten Dinge und Besitz rein gar nichts. Es war also wirklich eine Aufgabe, für diese Geschichte etwas zu finden. Und ich hab das nicht auf die leichte Schulter genommen. So ging ich also durch meine Wohnung und fragte mich: 'Woran hängt dein Herz wirklich?'.

Dürfte ich nur einen Gegenstand mitnehmen, wenn ich mein Zuhause aus irgendeinem Grund plötzlich verlassen müsste, dann wäre es meine Kaffeemaschine. Das hat nicht nur praktische Gründe. Meine Maschine ist eine ganz spezielle, semiprofessionelle. Schön ist sie auch. Außerdem war ich Cafetier in jungen Jahren und ertrage keinen schlechten Kaffee.

Auf drei, vier Tassen bring ich's schon pro Tag, an bösen Tagen werden es fünf sein. Was ein böser Tag ist? Wenn der vorhergehende einer war, an dem ich länger aus war, als es für einen Mann meines fortgeschrittenen Alters gesund ist." (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 18.4.2014)