STANDARD-Blogger Robert Misik, ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka, Grünen-Parteichefin Eva Glawischnig, Moderator Gerfried Sperl, Beate Meinl-Reisinger von den Neos und SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder (v.l.n.r.) beim STANDARD-Montagsgespräch im Haus der Musik.

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Im Zuge der U-Ausschuss-Reform beharrt ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka nicht länger auf einem Richter als Vorsitzenden: "An der Vorsitzführung wird das Ganze nicht scheitern", erklärte er beim STANDARD-Montagsgespräch im Haus der Musik, an dem unter der Leitung von Kolumnist Gerfried Sperl unter anderen auch Klubchef Andreas Schieder (SPÖ) und Grünen-Chefin Eva Glawischnig teilnahmen. 

Kein Dogma

Im ÖVP-Papier zur U-Ausschuss-Reform ist ausdrücklich festgehalten: "Um eine objektive Verfahrensführung" zu gewährleisten, sei für die ÖVP ein aktiver oder emeritierter Richter als Vorsitzender oder eine rechtskundige, in der Verfahrensführung erfahrene Person wünschenswert. Auf die Frage, ob bei den Verhandlungen der Parteien bis Sommer ein Richter für die ÖVP also kein Dogma ist, erklärte Lopatka: "Nein." Denn: "Es gibt auch eine Reihe von anderen Fragen, die geklärt werden müssen."

Zuletzt hat Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) zur Debatte um die Vorsitzführung erklärt, dass aus ihrer Sicht die Leitung von Untersuchungsgremien ein Parlamentarier übernehmen müsse: "Ich will kein Gerichtsverfahren im Haus haben." (nw, derStandard.at, 29.4.2014)