SpaceX ehrgeizige Marsplane

Nach rund einem Monat im All ist der private Raumtransporter "Dragon" am vergangenen Sonntag unbeschadet zur Erde zurückgekehrt. Die vom Raumfahrt-Unternehmen SpaceX entwickelte unbemannte Raumkapsel landete vor der mexikanischen Küste im Pazifischen Ozean. "Dragon" hatte zuvor 2,2 Tonnen Nachschub zur ISS transportiert, darunter Raumanzüge, Essensvorräte und Material für wichtige wissenschaftliche Experimente.

Unterdessen arbeitet SpaceX mit Hochdruck an der Weiterentwicklung der Kapsel. Am kommenden Donnerstag will die Firma einen Prototypen der nächsten "Dragon"-Generation vorstellen, die in Zukunft Astronauten zur ISS bringen soll. Das Raumschiff könnte auch in Elon Musks ehrgeizigen Plänen eine wichtige Rolle spielen, aus der Menschheit in den kommenden Jahrzehnten eine multiplanetare Spezies zu machen. Der SpaceX-Gründer berichtete am Freitag auf der jährlichen International Space Development Conference (ISDC) in Los Angeles von Fortschritten auf dem Weg zu einer selbsterhaltenden Marskolonie.

So seien die bisherigen Tests mit einer teilweise wiederverwertbaren, selbstlandenen Rakete vielversprechend ausgefallen. Außerdem kündigte SpaceX bis Jahresende den Start einer neuen, leistungsstarken Trägerrakete an: Die Falcon Heavy Rocket soll die stärkste und größte Rakete nach der "Saturn V"-Rakete des Apollo-Programms werden und vielleicht eines Tages Menschen in Richtung Mars schicken. Auch was dann Freiwillige für den Trip zum Roten Planeten bezahlen müssen, verriet Musk: 500.000 US-Dollar will SpaceX von den künftigen Marskolonisten verlangen.

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Illu.: SpaceX

Nützlicher Sternhaufen

NGC 3590 ist ein kleiner offener Sternhaufen, der sich rund 7.500 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Carina (Schiffskiel) befindet. Er besteht aus einer Ansammlung mehrerer Dutzend Sternen, die durch ihre Eigengravitation schwach gebunden und etwa 35 Millionen Jahre alt ist. Der Sternhaufen ist nicht nur schön anzuschauen, wie diese Aufnahme des MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskops am La Silla-Observatorium der ESO in Chile beweist, er ist auch sehr nützlich für Astronomen. Durch Untersuchungen dieses und anderer nahe gelegener Sternhaufen können die Wissenschafter auf die Struktur der Milchstraße schließen. NGC 3590 befindet sich im größten einzelnen Segment eines Spiralarms, der von unserer Position in der Galaxis aus gesehen werden kann: die als Carina–Sagittarius-Arm bekannte Struktur um das Sternbild Carina.

Foto: ESO/G. Beccari

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Dokumentierter Kriegsalltag

Ein Hund zieht ein Maschinengewehr der belgischen Armee in einem nicht näher genannten Ort in Nordfrankreich. Die Aufnahme stammt aus einer nun aufgetauchten Sammlung Hunderter bisher unveröffentlichter Fotografien aus dem Ersten Weltkrieg. Die Bilder dokumentieren den Kriegsalltag der Soldaten in ihren Schützengräben, zeigen die Zerstörung ganzer Städte oder porträtieren hohe Militärführer.

Foto: REUTERS/Collection Odette Carrez

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Nano-Chip spürt Tumore im Frühstadium auf

Das Institute of Photonic Sciences (ICFO) im katalonischen Castelldefels hat einen ultrasensitiven Nano-Chip entwickelt, der Krebs bereits im frühen Stadium erkennen soll. Das von einem internationalen Team von Wissenschaftern entwickelte Gerät identifiziert mit einer Kombination aus plasmonischen Metamaterialien, Mikrofluiden und Oberflächenchemie bereits winzige Mengen von charakteristischen Eiweiß-Tumormarkern im Blut.

Foto: APA/ EPA/ICFO

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Top Ten der neuentdeckten Arten I

Jedes Jahr veröffentlicht das Institut für Artenforschung der State University of New York (IISE) eine Liste der zehn interessantesten Neuentdeckungen des Jahres. Die Top Ten wurden aus insgesamt 18.000 Arten ausgewählt, die 2014 erstmals beschrieben worden waren. Weitere zehn Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit - fünfmal mehr als bereits bekannt - harren nach Angaben der Forscher noch auf ihre Entdeckung. Die Bilder von fünf der Top Ten haben wir hier zusammen getragen:

Die Gecko-Art Saltuarius eximius (oben) fanden Wissenschafter im Melville Range Naturreservat in Ost-Australien. Mit seinem bräunlich-weiß gefleckten Äußeren und seinem platten, blattähnlichen Schwanz passt sich das Reptil perfekt seiner Umgebung an. Er ist im Regenwald ebenso zuhause wie in felsigem Gelände, gilt den Wissenschaftern zufolge als "Nachteule" und scheint sehr selten zu sein.

Foto: REUTERS/SUNY College of Environmental Science and Forestry

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Top Ten der neuentdeckten Arten II

Den phantasievollsten Namen hat wohl eine parasitische Zwergwespe abbekommen: Tinkerbella nana heißt das nur 250 Mikrometer große Wesen, das zu den kleinsten Insekten der Welt gehört; benannt wurde sie nach der Fee Tinker Bell aus dem Märchen "Peter Pan". Wissenschafter entdeckten die winzige Wespe, die wahrscheinlich nur eine Lebensdauer von wenigen Tagen hat, im zentralamerikanischen Costa Rica.

Foto: APA/SUNY-ESF

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Top Ten der neuentdeckten Arten III

Selbst für Schnecken-Verhältnisse rekordverdächtig langsam ist dieser Winzling unterwegs: Die nur zwei Millimeter kleine geisterhafte Landschnecke Zospeum tholussum haben Biologen in einer 900 Meter tiefen Höhle in Kroatien gefunden. Sie besitzt keine Augen, ihr hauchdünnes Haus ist durchscheinend und sie legt in einer Woche gerade einmal ein paar Millimeter zurück.

Foto: REUTERS/SUNY

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Top Ten der neuentdeckten Arten IV

Der mit den Waschbären verwandte Olinguito (Bassaricyon neblina) konnte sich bis zum Vorjahr erfolgreich im Nebelwald der kolumbianischen und ecuadorianischen Anden vor Artenforschern verbergen. Der bis zu zwei Kilogramm schwere, fleischfressende Baumbewohner ist die erste neuentdeckte räuberische Säugetierart der vergangenen 35 Jahre.

Foto: REUTERS/SUNY

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Top Ten der neuentdeckten Arten V

Die Geistergarnele Liropus minusculus haben Wissenschafter in einer Höhle auf der Insel Santa Catalina vor Südkalifornien entdeckt. Die Männchen sind nur 3,3 Millimeter, die Weibchen sind sogar nur 2,1 Millimeter lang und ihre Haut ist völlig transparent, was ihnen ein gespensterhaftes Aussehen verleiht. Trotz seines fragilen Äußeren ist Liropus ein effizienter Räuber. Mit seinen großen Greifscheren, die an die Fangwerkzeuge von Gottesanbeterinnen erinnern, lauert der Krebs im Seetang auf Einzeller, Krebslarven und andere Kleinstlebewesen.

Zu den übrigen fünf auserkorenen Neuentdeckungen zählen Zwerge und Riesen gleichermaßen: Das extrem widerstandsfähige Bakterium Tersicoccus phoenicis wurde in den Reinräumen der Weltraumagenturen NASA und ESA entdeckt. Der Tarnungskünstler Spiculosiphon oceana ist ebenfalls ein Mikroorganismus, aber einer von der größeren Sorte: Der amöboide Einzeller baut sich ein bis zu fünf Zentimeter langes "Haus" aus Überresten von im Meer lebenden Schwämmen. Zwölf Meter wird dagegen der Drachenbaum Dracaena kaweesakii groß. Von dem in Thailand lebenden Baum existieren insgesamt vermutlich nur rund 2.500 Stück. Die hellgelbe Seeanemone Edwardsiella andrillae ist die erste Seeanemone überhaupt, die im Eis der Antarktis entdeckt wurde. Und auch ein Pilz hat es auf die Liste geschafft: Den Schimmelpilz Penicillium vanoranjei fanden Forscher in Tunesien; er wurde wegen seiner intensiven orange gefärbten Kolonien nach dem Haus von Oranje, der niederländischen Königsfamilie, benannt.

Foto: APA/SINC

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Kleingeld mit hohem Wert

Eine Ein-Dollar- (oben) und eine Ein-Cent-Münze, beide aus Silber und rund 200 Jahre alt, sind vergangene Woche in New York für zusammen mehr als 2,8 Millionen US-Dollar versteigert worden. Der Dollar stammt aus dem Jahr der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und ist eine der wenigen noch erhaltenen Dollar-Münzen aus dieser Zeit. Die beiden Stücke waren zuvor im Besitz des 102 Jahre alten US-Sammlers Eric Newman, der als einer der bedeutendsten Münz-Experten der USA gilt.

Fotos: APA/Heritage Auctions

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Rekord-Dinosaurier vorgestellt

Argentinische Paläontologen stellten am vergangenen Sonntag einen Fund vor, der auf einen neuen Rekordhalter unter den Dinosauriern hinweist: Die Forscher legten in Patagonien die rund 90 Millionen Jahre alte fossilen Überreste von wahren Giganten frei. Die Knochen gehören nach einer ersten Einschätzung zu einer Sauropoden-Art aus der Familie der Titanosaurier, die zu Lebzeiten bis zu 40 Meter lang, 20 Meter hoch und über hundert Tonnen schwer gewesen sein könnte. Gefunden wurden die Knochen im vergangenen Jahr von einem Bauern auf einem 260 Kilometer von Trelew entfernten Feld.

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Foto: REUTERS/Telam/Museo Egidio Feruglio

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Kollidierende Sterneninseln

Wenn Galaxien kollidieren, bleibt quasi kein Stern auf dem anderen: Die obere Aufnahme zeigt die Sterneninsel NGC 4485, die von der Gravitation der wesentlich größeren Galaxie NGC 4490 (rechts außerhalb des Bildausschnitts) förmlich durcheinander gewirbelt wird. Die nunmehr irreguläre Galaxie im Sternbild Canes Venatici (Jagdhunde) war ursprünglich eine Spiralgalaxie wie unsere Milchstraße; gemeinsam bilden die beiden Galaxien das Objekt Arp 269.

Foto: REUTERS/ESA/Hubble & NASA

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Forscher fürchten Erdbebenserie für San Francisco

Mit Bangen erwarten die Kalifornier den "Big One", das nächste große Erdbeben, von dem Experten bereits seit Jahren meinen, es sei längst überfällig. Besonders die Region um San Francisco ist gefährdet, denn unter ihr verlaufen die Grenzen der Pazifischen und der Nordamerikanischen Platte, die aneinander vorbei schrammen, was zu großen Spannungen in der Erdkruste führt. Diese entladen sich etwa alle Hundert Jahre in schweren Beben; das letzte Mal war es 1906 soweit, das damalige Erdbeben und die nachfolgenden Brände zerstörten weite Teile von San Francisco (im Bild); über 3.000 Menschen kamen ums Leben. Nun kommt eine Studie zu dem Schluss, dass es in naher Zukunft zu einer ganzen Serie von Starkbeben kommen könnte. Messungen der vorletzten Aktivitätsphase sowie die Spannungsmuster, die aktuell im Untergrund gemessen werden, machen laut den Forschern vom US Geological Survey eine serielle Entladung beim nächsten "Big One" wahrscheinlich.

Foto: AP

Aufgewölbte Milchstraße

Gern stellt man sich die Milchstraße als flache, an den Rändern dünner werdende Scheibe mit einer zentralen Ausbuchtung, dem sogenannten Bulge, vor. Nachdem wir unsere Heimatgalaxie nicht von außen betrachten können, ist es allerdings schwer, ihre tatsächliche Struktur zu erkennen. Eine aktuelle Beobachtung lieferte nun neue Informationen zur Form der Milchstraße: Südafrikanische Astronomen entdeckten fünf Sterne zwischen 42.000 und 71.000 Lichtjahre jenseits des galaktischen Zentrums, die sich 3.300 bis 6.500 Lichtjahre über der Milchstraßen-Scheibe befinden. Die Sterne vom Typ Cepheid zeigen, dass die Galaxis offenbar an den Rändern etwas aufgewölbt ist. Die Forscher glauben, dass sich in diesen Milchstraßenregionen noch viel mehr bisher unerkannte Sterne befinden könnten.

Illustration: R. M. Catchpole, IoA Cambridge / NASA / JPL-Caltech

Exotisches Teilchen bestätigt

Über Jahrzehnte haben Physiker vergeblich nach exotischen Bindungszuständen gesucht, die aus mehr als drei Quarks bestehen. Experimente am Teilchenbeschleuniger COSY des Forschungszentrums Jülich und dem aus dem schwedischen Uppsala verlegten Detektor WASA (im Bild) zeigten nun aber, dass derartige komplexe Teilchen tatsächlich in der Natur vorkommen. Zu dieser Erkenntnis kommt die WASA-at-COSY Kollaboration in der Fachzeitschrift "Physical Review Letters". Die Messungen bestätigen Ergebnisse aus dem Jahr 2011. Damals hatten die mehr als 120 Wissenschaftler aus 8 Ländern erstmals starke Hinweise auf die Existenz eines exotischen Dibaryons aus sechs Quarks gefunden. Die entdeckten Teilchen sind extrem kurzlebig und nur über ihre Zerfallsprodukte nachweisbar. Der schnell vergängliche Zwischenzustand existiert gerade einmal so lange, wie Licht benötigt, um eine Strecke vom Durchmesser eines kleinen Atomkerns zurückzulegen.

Foto: Forschungszentrum Jülich

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Bisons für Mexiko

Ein Bison im Janos Biosphärenreservat im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua wirft ein wachsames Auge auf die Frau im Vordergrund. Bisons zählen zu den mindestens 300 bedrohten Tierarten in Mexiko und haben eine fundamentale ökologische Bedeutung für die Grassteppen der Region. Die Herdentiere brechen mit ihren Hufen den Boden auf, was den Zugang von Wasser erleichtert und neue Pflanzen sprießen lässt. Außerdem sorgen die bis zu 900 Kilogramm schweren Tiere für eine konstante Grashöhe, was sich wiederum positiv auf den Erfolg anderer Arten wie den Präriehunden auswirkt. Im Rahmen eines seit fünf Jahre laufenden Projekts wurden nun acht neue aus New Mexico stammende Exemplare - fünf Weibchen und drei Männchen - in das Janos Biosphärenreservat gebracht. Damit erhöht sich die Zahl der dort lebenden Bisons auf 61.

Foto: REUTERS/Jose Luis Gonzalez

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Hai-Jagd kostet Westaustralien Millionen

Die umstrittene Jagd auf die Haie vor der westaustralischen Küste kostete bisher mehr als eine Million australische Dollar (umgerechnet rund 676.000 Euro). "Die Kosten sind im Rahmen dessen, was zu erwarten war", zitierte der Sender ABC den Ministerpräsidenten des Bundesstaates Western Australia, Colin Barnett. Nach mehreren tödlichen Hai-Angriffen auf Badende in den vergangenen Jahren hatte die Regierung Ende Jänner die Tötung von Haien bestimmter Arten und einer Größe von mehr als drei Metern beschlossen. Entlang von acht beliebten Badestränden wurden Köder ausgelegt. Insgesamt wurden 172 Raubfische gefangen, ein Teil davon wurde getötet, andere wurden gekennzeichnet, bevor sie wieder freigelassen wurden.

Foto: AP Photo/Sea Shepherd

Roboter mit Humor

Japanische Ingenieure haben einen Roboter entwickelt, der sich mit seinem Gegenüber Späße erlaubt. Der Emiew2 aus dem Hause Hitachi kombiniert dafür sein Sprachprogramm mit einer Fähigkeit zur Analyse von Gestik und Mimik. Bei der Präsentation am vergangenen Dienstag stellte der rot-weiße Roboter seinen etwas blechernen Humor unter Beweis: Auf die Frage, wie viele Menschen im Hitachi-Werk arbeiten, sagte der 80 Zentimeter hohe Knirps: "Wir haben zwei Schwäne." Der Fragesteller blickte ob der Antwort etwas perplex. "Nicht kapiert? War ein Witz", schob Emiew2 schließlich nach. "Wir haben hier rund 800 Leute." Seine Witze mögen zwar schlecht sein, die dahinter stehende Fähigkeit, Reaktionen zu interpretieren, sei dagegen ein großer Fortschritt, erklärte sein Ingenieur-Vater Hisashi Ikeda. "Dank der neuen Technologie können Roboter Menschen verstehen, auch wenn diese nur gestikulieren."

Foto: Hitachi

Herzschrittmacher kommt ohne Batterien aus

Mit einem neuartigen Verfahren, das Forscher von der University of Stanford entwickelt haben,  wird es in Zukunft möglich sein, winzige Herzschrittmacher drahtlos mit Energie zu versorgen. Bisher waren der Übertragung von Energie durch elektromagnetische Wellen im Körper enge Grenzen gesetzt: Im "Nahfeld"-Bereich war bereits nach einem Zentimeter Schluss, bei "Fernwellen" wandelten Muskeln und Gewebe zu viel der EM-Energie in Wärme um. Bei Experimenten mit Mittelwellen fanden die Forscher nun aber eine Frequenz, mit der man Implantate, die bis zu zehn Zentimeter tief im Körper stecken, effizient mit Energie versorgen kann, ohne dass gesundheitliche Folgen zu befürchten wären. Die neue Methode erlaubt es, winzige Herzschrittmacher (im Bild) oder Biosensoren zu bauen, da man auf die voluminösen Akkus verzichten kann.

Foto: University of Stanford

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Zoowelt

Am vergangenen Donnerstag hat der Wiener Tiergarten Schönbrunn seine neue Eisbärenanlage "Franz Josef Land" für das Publikum eröffnet. Die beiden nunmehrigen Bewohner, Lynn und Ranzo, hatten schon etwas länger Gelegenheit, sich aneinander zu gewöhnen. Die zweieinhalb Jahre alten Tiere kamen bereits vor zwei Wochen aus den Niederlanden und Finnland nach Wien und konnten sich zunächst in der Innenanlage kennen lernen. Hauptattraktion der neuen Anlage sind die großzügigen Wasserbecken; insgesamt stehen den Bären Wasserflächen von 450 Quadratmetern zur Verfügung. Gefüllt sind die Becken sowohl mit Süß- als auch mit Salzwasser, das bei den Bären für gute Haut sorgt. Zweieinhalb Jahre hat der Tiergarten an der neuen Anlage gebaut, 10,7 Millionen Euro wurden investiert.

(red, derStandard.at, 25.05.2014)

Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER