New York - Der größte Pensionsfonds der USA, California Public Employees' Retirement System (Calpers), mit einem Vermögen von 144,8 Mrd. Dollar, wird Investmentbanken und Broker auffordern, neue Standards zu akzeptieren. Unter anderem sollen die Banken die Performance ihrer Analysten jedes Quartal auf ihrer Website veröffentlichen. Diese Regelung geht über die im Vergleich mit der US- Wertpapieraufsicht SEC und dem Staatsanwalt Eliot Spitzer getroffenen Vereinbarungen hinaus.

Nach Vorwürfen, ihre Analysten hätten Unternehmensanalysen geschönt, zahlten zehn Investmentbanken. Außerdem verpflichteten sie sich, die Überwachung und Vergütung der Analysten zu ändern und den Kontakt zwischen Bankern und Analysten zu begrenzen.

Mit den neuen Standards will man bei Calpers nicht nur die großen, vom Vergleich betroffenen, sondern auch die restlichen Investmentbanken in die Pflicht nehmen. "Wenn andere Investmentfonds mit entsprechendem Gewicht sehen, was Calpers erreicht, werden sie dem Beispiel folge", meinte David Chapman, Fondsmanager bei Towry Law Asia Ltd.

Die neuen Calpers-Standards sehen schriftliche Kriterien für Vergütungsentscheidungen vor. Investmentbank-interne Ausschüsse sollen alle Veränderungen bei den Empfehlungen von Analysten überprüfen. (Bloomberg, Der Standard, Printausgabe, 25.08.2003)