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FPÖ-Gesundheitssprecherin Belakowitsch-Jenewein fürchtet um einen alten Brauch, der helfen soll, "Glück, Wohlstand oder Gesundheit zu erhalten oder wiederzulangen".

Foto: NICOLAS MAETERLINCK/epa

Den angeblich "seit einigen Jahren" sich mehrenden Beschwerden über "organisierte Banden", die in Zierbrunnen steigen und dort Geldstücke entwenden, widmet FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein nun eine Anfragenserie.

Vom Innen- beziehungsweise Justizministerium will sie unter anderem wissen, wie viele Anzeigen wegen Münzdiebstahls aus Brunnen seit dem Jahr 2008 erstattet wurden, wie hoch die jeweilige "Beute" war, welcher Nationalität die angezeigten Personen angehören, ob es Anzeichen darauf gibt, dass die angezeigten Mitglieder aus organisierten Bettlerbanden stammmen, und ob es diesbezüglich zu  Verurteilungen kam.

Belakowitsch-Jenewein verweist in ihrer Anfrage darauf, dass das "Werfen von Münzen in Zierbrunnen, um Glück, Wohlstand oder Gesundheit zu erhalten oder wiederzulangen", ein alter Volksbrauch sei. Mit dem Diebstahl der Münzen werde "das Brauchtum zerstört, da immer weniger Touristen Geld in die Brunnen werfen". Außerdem handle es sich um den Tatbestand des Diebstahls oder der Unterschlagung. (burg, derStandard.at, 15.5.2014)