Wien - Die Analysten der Erste Bank haben die Aktie der heimischen Computerspieleschmiede Jowood in einer ersten Einstufung zum Kauf empfohlen. Die Bewertung der Aktie spiegle zwar mit einem deutlichen Abschlag zur Vergleichsgruppe weiterhin ein gewisses Insolvenzrisiko wider, dieses sieht das Institut aber als nur mehr vernachlässigbar. Das neue Management habe das Unternehmen völlig umgekrempelt und kostenmäßig radikal saniert.

Die Erste Bank erwartet daher eine sehr positive Kursentwicklung und sieht auf Sicht der nächsten Monate ein Kursziel von rund 3,0 Euro. Dabei sei in kurzer Zeit auch mit einer Wiederaufnahme des Titels in den prime market der Wiener Börse zu rechnen.

Auch die jüngsten Unternehmensergebnisse werden von der Erste Bank positiv gewertet. Das Unternehmen habe mit seinem Zweitquartalsergebnis bewiesen, in der neuen abgeschlankten Struktur auch in einem saisonal schwachen Quartal profitabel arbeiten zu können, schreibt der Erste Bank-Analyst Amir-Ali Ameri. Der ausgelagerte Vertrieb sei wesentlich effizienter und führe zu größerer Profitabilität, so Ameri. Der Experte erwartet auch für das dritte und vierte Quartal steigende Umsätze und ein insgesamt deutlich positives Jahresergebnis. (APA)