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Familie und Arbeitswelt: "Vor allem für Frauen entsteht dadurch ein schwieriger Konflikt, bei dem die Gesellschaft helfen muss", erklärte Rauch-Kallat.
Foto: APA/Roland Schlager
Wien - Gesundheits- und Frauenministerin Maria Rauch-Kallat betonte am Sonntag, dass alle gesellschaftspolitischen Kräfte gefordert seien, an einer fairen Gestaltung des Generationenvertrags mitzuwirken. "In der Generationendebatte geht es bei weitem nicht nur um den finanziellen Aspekt. Es ist notwendig den jungen Menschen in einer sachlich fundierten Wertediskussion Verständnis entgegenzubringen und Lösungen für ihre Probleme aufzuzeigen", so die Ministerin.

"Familiengründung ist für die Jugend durchaus ein wichtiges Thema, oft stehen aber die Anforderungen der modernen Arbeitswelt oder selbst auferlegter Perfektionismus dem eigenen Kinderwunsch entgegen. Vor allem für Frauen entsteht dadurch ein schwieriger Konflikt, bei dem die Gesellschaft helfen muss", erklärte Rauch-Kallat.

"Dialog der Generationenpartnerschaft"

Schon im Sommer hatte Maria Rauch-Kallat im Auftrag von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zu einem "Dialog der Generationenpartnerschaft" eingeladen. Über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer quer durch alle Gesellschaftsschichten und Generationen sind daraufhin zu einem ersten runden Tisch zusammengekommen. Bereits ab kommender Woche wird in fünf Arbeitskreisen zu den Themen Frau, Familie und Beruf, Arbeitswelt neu, Lebensverdienstkurve, Pflege sowie Demographie und Demokratie weitergearbeitet werden.

Nachdem Österreichs Familienpolitik nach der Einführung von Kinderbetreuungsgeld für alle, der Erhöhung der Familienbeihilfe mit Anfang 2003 und der Anhebung des Mehrkindzuschlages nun zu den besten Europas zähle, gehe es jetzt darum, in einer fairen und breiten Diskussion über mehr als nur die finanziellen Aspekte zu reden, forderte die Ministerin.

"Die Politik braucht Generationen-gerechte Gestaltung. Darum ist es wichtig, die Betroffenen aller Generationen einzubinden und Rahmenbedingungen zu schaffen, die den jungen wie den alten Menschen in Österreich zeigen, wie wichtig sie für unsere Gesellschaft sind und ihnen hilft, auch Verantwortung für sie zu tragen", so Rauch- Kallat abschließend. (red)