Es ist eine stressige Sache mit dem Stress. Er ist beinahe omnipräsent, überfällt uns während fast aller Arten des täglichen Broterwerbs, und nicht einmal in der Freizeit ist man mehr vor ihm sicher.
Als Krankheitserreger und Auslöser für eine Daseinsverkürzung im Diesseits wird emsig nach wirksamen Gegenmitteln gesucht, und da auch unsere Haut vor seinen gemeinen Auswirkungen nicht sicher ist, rückt ihm die Kosmetikindustrie ebenfalls auf den Pelz.

Im Hause Lancaster zum Beispiel greift man seit kurzem mit dem Pflegeprodukt "365 Cellular Elixir" dem hauteigenen Abwehrsystem unter die Arme. Mittels RPF-Komplex, einer in den Lancaster-Labors in Monaco entwickelten Verbindung aus Vitaminen und Enzymen, der ebendiesem Schutzmechanismus gegen freie Radikale nachempfunden ist, will man die Spuren von Stress und Umwelteinflüssen in ihre natürlichen Grenzen weisen. Bei diesem willkommenen Unterfangen soll weiters ein so genannter mediterraner Komplex mit Auszügen aus Feigen, Zuckermelonen und Granatäpfeln die Haut schützen und mit Feuchtigkeit versorgen. Komplett machen das Schutztrio Fotosome beziehungsweise Ultrasome, die mittels liposom-ähnlicher Strukturen hauteigenen DNA-Reparaturmechanismen bei ihrer Arbeit helfen.

In wissenschaftlichen Anwendungstests gaben 85 Prozent der Frauen an, dass ihre Haut direkt nach Benützung des neuen Elixirs strahlender aussah. Nach einer Verwendung von vier Wochen meinten 83 Prozent, dass feine Linien gar vermindert waren, und ähnliche viele Testpersonen beurteilten ihre Haut als fester und jünger aussehend.

Gedacht ist die Textur für alle Hauttypen und Frauen jeden Alters, aber auch Männer dürfen die empfohlene Menge von drei Tröpfchen unter der gewohnten Tages- und Nachtcreme im Gesicht verteilen.

Verpackt ist das frisch duftende Produkt in einem dezenten Glasfläschchen, dessen Inhalt auch den Geist von Mittelmeersonne, Licht, Entspanntheit, Stil und Glamour verströmen soll, schließlich ist das 1946 gegründete Unternehmen Lancaster eng mit Monaco verbunden. Und dort zählt Stress - so stellen wir uns das zumindest gerne vor - eher zu den Ausnahmeerscheinungen des Alltags. (Der Standard/rondo/maik/05/09/03)