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US-Zivilverwalter Paul Bremer hat einen Fahrplan zum Abzug der US-Truppen aus dem Irak vorgelegt: drei ersten von insgesamt sieben Schritten seien bereits unternommen.

Foto: EPA/ALI HAIDER
Washington - US-Zivilverwalter Paul Bremer hat einen Fahrplan zum Abzug der US-Truppen aus dem Irak vorgelegt. Der "Weg zur vollen Souveränität ist klar", schrieb Bremer in einem am Montag veröffentlichten Beitrag für die "Washington Post". "Die Reise hat begonnen." Mit der Bildung eines provisorischen Regierungsrats, der Einsetzung eines Gremiums zur Vorbereitung einer Verfassung und der Ernennung von 25 Ministern seien die drei ersten von insgesamt sieben Schritten bereits unternommen.

Ziel seien freie Wahlen. Dann werde die US-geführte Zivilverwaltung "glücklich den Rest ihrer Autorität an die souveräne irakische Regierung übergeben", schrieb Bremer. Er zeigte in seinem Beitrag damit im Gegensatz zu der am Vorabend gehaltenen Rede von US-Präsident George W. Bush eine Strategie für den Abzug der US-Truppen aus dem Irak auf. Einen Zeitrahmen dafür nannte allerdings auch Bremer nicht.

Neue Verfassung

Der Entwurf einer neuen Verfassung - Punkt vier in seinem Sieben-Phasen-Plan - sei aber nicht "in Tagen oder Wochen" zu machen, betonte der US-Verwalter. Als fünfter Schritt müsse die neue Verfassung vom Volk gebilligt werden, anschließend könnten Parlamentswahlen abgehalten werden. Siebter Punkt des Bremer-Plans ist die Auflösung der US-Zivilverwaltung.

Bush habe die US-Bürger in seiner Rede an die Nation gebeten, die "Iraker in ihrem Fortschritt weiter zu unterstützen", schrieb Bremer weiter. Er sei zuversichtlich, "dass sich das amerikanische Volk dieser Herausforderung stellen wird, wie es das immer tut". Ende Juli hatte der US-Zivilverwalter davon gesprochen, dass innerhalb von weniger als einem Jahr eine neue irakische Regierung gewählt werden könne. (APA)