Wien - Drei Eigenproduktionen, zwei Koproduktionen und sämtliche Gastspiele aus dem In- und Ausland kündigt das Leitungsteam des Schauspielhauses für seine dritte Saison an: Nach 1914, einem Terrorismusstück (28. Oktober), und der Monteverdi-Bearbeitung Poppea (16. Dezember), stellt die dritte Eigenproduktion erstmals Klaus Maria Brandauer im Haus in der Porzellangasse vor (Das verräterische Herz, 14. April). Koproduziert wird mit den Festwochen (Heißes Wasser für alle, 13. Juni), dem Theater ohne Grenzen bzw. dem Figurentheater Tübingen (Termite Cities, 9. März). Als einer der vielversprechendsten Gastspieltruppen kündigte Kodirektor Airan Berg das niederländische Theaterkollektiv Door Paard, zu Deutsch "Die toten Pferde" (7.-11. Oktober) an. Die Tschechow-Schiene wird in eine Shakespearesche münden. Ferner ist das Schauspielhaus Schauplatz des Theatertreffens BalkanArt sowie des Puppentheaterfestivals Die Macht des Staunens, beide im November. (afze/DER STANDARD, Printausgabe, 9.9.2003)