Der Streit rund um die beiden Betriebssysteme Windows und Linux ist wieder einmal um eine Studie reicher geworden. Das Marktforschungsinstitut Gartner kam in einer neuen Studie zum Schluss, dass Linux was die Kosten betrifft keine effektive Alternative für die meisten Unternehmen darstellt. Bevor ein neues Betriebssystem implementiert wird, sollten Betriebe nicht nur auf die Anschaffungskosten, sondern auch auf die Umstellungskosten und auf die Gesamtkosten ein Auge werfen.

Server oder PCs

So sei es bei Servern, die nur mit einer bestimmten Aufgabe betraut sind, relativ einfach und billig auf Linux zu wechseln. Bei PCs, auf denen mehrere Applikationen installiert sind, wird es laut Gartner teuer, denn alle Windows-Anwendungen müssen ausgewechselt oder umgeschrieben werden. Deshalb habe es nur in ganz wenigen Fällen Sinn, PCs auf Linux umzustellen. Dieser exklusive Kreis setze sich aus PCs mit fixen Funktionen wie etwa bei Call Centern oder Datenbanken zusammen.

Anschaffungskosten

Was die Gesamtkosten betrifft sollen Unternehmen laut Gartner darauf achten, dass die Anschaffungskosten nur etwa 20 bis 30 Prozent der Kosten eines Betriebssystems ausmachen. Den weitaus größeren Brocken bilden Arbeitszeit, Schulung und externe Services. Deshalb komme es laut Gartner in den meisten Fällen auch billiger, eine neuere Version von Windows zu erwerben, als sich auf Linux einzulassen.

Studien über Studien

Eine Studie aus dem Hause Giga Research - allerdings in Auftrag gegeben von Microsoft - sieht ebenfalls ein Einsparungspotential von bis zu 28 Prozent, wenn bestimmte Programme nicht mit Linux sondern mit Windows entwickelt werden (Der Webstandard berichtete ). Obwohl die Ergebnisse dieser Studien oft in Hinblick auf die Auftragsgeber mit Skepsis zu genießen sind, nimmt die Anzahl der Studien ständig zu (Der Webstandard berichtete ). (pte/red)