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Grafik: meinkinobinich.de

Berlin - Der Hauptverband Deutsche Filmtheater (HDF) will mit einer öffentlichen Kampagne gegen das neue Filmförderungsgesetz protestieren. Von 11.9. an zeigen die Mitgliederkinos 1000 Trailer (der unter meinkinobinich.de auch online abruf- und downloadbar ist), teilte der Verband mit. Zudem sind eine halbe Million Flugblätter in den Filmtheatern ausgelegt. Die Kampagne solle "auf die existenzbedrohenden Auswirkungen einer geplanten Erhöhung der gesetzlichen Filmabgabe für Kinos" aufmerksam machen. Die Belastungen würden sich um bis zu 33 Prozent erhöhen.

Die erzwungene Filmabgabe "gefährdet die vielfältige deutsche Kinokultur", meinte HDF-Präsident Steffen Kuchenreuther. Es sei nicht einzusehen, warum Fernsehanstalten, die auch Spielfilme nutzen, verschont würden. Der Verband hatte schon Mitte August verfassungsrechtliche Bedenken geäußert. Dabei gehe es vor allem um die "Ungleichbehandlung des Öffentlich-Rechtlichen/Privaten Fernsehens und der Filmtheaterbetreiber in Deutschland".

Das Filmförderungsgesetz war von der Bundesregierung im Mai nach langer und kontroverser Diskussion beschlossen worden. Es soll am 1. Jänner 2004 in Kraft treten. (APA/dpa)