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Kolubianisches Militär auf der Suche nach den entführten Touristen.

Foto: Reuters/Munoz
Bogota - Eine rechte paramilitärische Gruppe hat angekündigt, sich an der Suche nach den in der vergangenen Woche in Kolumbien verschleppten Touristen zu beteiligen. Der "Block zur Bekämpfung aufständischer Gruppen" teilte am Freitag mit, er werde sich "Tag und Nacht" für die Befreiung der Touristen einsetzen. Die Gruppe betonte, nichts mit der Entführung zu tun zu haben. Die Touristen, unter ihnen auch eine Deutsche, zwei Briten, ein Spanier und vier Israelis, waren am 12. September in der nördlichen Bergregion der Sierra Nevada von einer Gruppe Bewaffneter verschleppt worden. Sie waren auf dem Weg zur "Verlorenen Stadt", einem der bekanntesten Touristenziele Kolumbiens. Die kolumbianische Regierung und die Armee machten die marxistische Rebellengruppe der FARC für die Entführung verantwortlich. Die FARC wies dies jedoch zurück und erklärte, vermutlich stecke der militärische Geheimdienst hinter der Tat. Er plane offenbar, mit einer vorgetäuschten Rettungsaktion das Ansehen der Regierung zu verbessern. Allein in diesem Jahr wurden in Kolumbien mehr als 1.000 Menschen entführt, die meisten von ihnen von linken Rebellengruppen. Die linken Gruppen wollen mit den Lösegeldern ihre Kriegskassen aufbessern. Seit fast vier Jahrzehnten liefern sie sich einen Guerilla-Krieg mit der Armee und rechten paramilitärischen Gruppen. (APA/Reuters)