Washington - US-Präsident George W. Bush ist nach einer neuen Umfrage in der Gunst der Amerikaner deutlich gesunken und hinter zwei seiner demokratischen Herausforderer zurückgefallen. Sowohl der frühere NATO-Oberbefehlshaber und General Wesley Clark als auch Senator John Kerry schnitten bei der am Montag veröffentlichten jüngsten Gallup-Umfrage im Auftrag des Nachrichtensenders CNN und der Zeitung "USA Today" bei eingetragenen Wählern besser ab.

49 Prozent der registrierten Wähler erklärten, sie würden in einem hypothetischen Rennen zwischen Clark und Bush für den Ex-General stimmen. Bush kam dabei auf 46 Prozent. Kerry lag mit 48 zu 47 Prozent ebenfalls knapp vorne. Bush führte knapp vor Vermonts Ex-Gouverneur Howard Dean, dem US-Abgeordneten Richard Gephardt und Senator Joe Lieberman.

Die Zufriedenheit der Amerikaner mit Bushs Arbeit ist nach dieser Umfrage auf den niedrigsten Stand seit seinem Amtsantritt gesunken. Nur noch 50 Prozent der Befragten gaben Bushs Arbeit eine gute Note. Im Vormonat waren es noch 60 Prozent gewesen. Die Frage des Irakkriegs spaltet inzwischen die Nation. 50 Prozent der Befragten erklärten, der Krieg sei richtig gewesen. 48 Prozent sagten dagegen, die Situation im Irak habe einen Krieg nicht gerechtfertigt. Im April hatten noch 76 Prozent der Befragten die Irakpolitik der Regierung unterstützt.

In der Zeitung "USA Today" wiesen Beobachter darauf hin, dass die Umfrage kurz nach Clarks Bekanntgabe einer Kandidatur gemacht wurde. Zu diesem Zeitpunkt war in den Medien besonders viel über den Ex-General berichtet worden. Zugleich war die Kritik an Bushs Forderung nach weiteren Milliarden für den Irakkrieg gewachsen. (APA/dpa)