Hannover - Sprachwissenschafter der Universität Hannover haben mit dem Mythos einer neuen Sprache im Internet aufgeräumt. "Es gibt keine neue Sprache im Internet, wie uns Beiträge in Computer- und Internetzeitschriften glauben machen wollen", sagte Prof. Peter Schlobinski am Montag in Hannover. Zusammen mit Studenten hat der Germanist 730 E-Mails, 775 Beiträge in Diskussionsforen und 40.000 Wortformen von Chats unter die Lupe genommen. "Damit legen wir die erste empirische Analyse zur Kommunikation im Internet vor." Es sei keineswegs so, daß vorwiegend in abgekürzter und exotischer Weise kommuniziert werde. "In der virtuellen Welt zeigt sich wie in der realen Welt eine sprachliche Variation, die von der Kommunikationssituation, dem Kommunikationspartner und dem Medium abhängt", erläuterte Schlobinski. Natürlich würden Jugendliche im Internet eine andere Sprache sprechen als Erwachsene. "Aber das tun sie sonst auch." (APA/dpa)