Wien - Der Versöhnungsfonds hat bisher 104.061 Anträge von Zwangsarbeitern, die unter dem Nazi-Regime in Österreich eingesetzt waren, genehmigt und rund 246,46 Millionen Euro Entschädigung zuerkannt. Das geht aus dem Halbjahresbericht des Kuratoriums des Österreichischen Versöhnungsfonds (ÖVF) hervor, den der Hauptausschuss des Nationalrates am Dienstag einstimmig zur Kenntnis nahm.

Fristverlängerung bis Ende des Jahres

Noch offen waren mit dem Stichtag 2. Juli 2003 8.343 Anträge, berichtete die Parlamentskorrespondenz. Auf Grund einer im Frühjahr dieses Jahres beschlossenen Fristverlängerung können ehemalige Zwangs- und Sklavenarbeiter noch bis zum 31. Dezember 2003 Anträge einbringen, die Funktionsdauer des ÖVF läuft bis zum 31. Dezember 2004.

Von den bis Juli 2003 genehmigten Anträgen entfielen 86.324 Anträge auf die Partnerorganisationen (Ukraine: 38.574, Polen: 19.497, Tschechische Republik: 10.859, Russische Föderation: 11.574, Belarus: 2.906 und Ungarn: 2.914) und 17.737 auf Individualanträge. (APA)