Bild nicht mehr verfügbar.

Trotz des Überangebotes an Speisen zeigten sich Ernährungsmängel

Foto: APA/ BARBARA GINDL
Wien - Alle Jahre wieder: Die Österreicher und Österreicherinnen essen zu viel und zu fett. Dies ergibt erneut der Ernährungsbericht 2003, der am Donnerstag, von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (VP) anlässlich des Welternährungstages vorgestellt wurde.

Ernährungsmängel

Besonders Jugendliche seien häufig stark übergewichtig, lautet das Fazit des Berichtes. Trotz des Überangebotes an Speisen zeigten sich auch Ernährungsmängel - vor allem bei Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Besonders bei den 13- bis 18-Jährigen zeige sich ein besorgniserregendes Bild, meinte Ibrahim Elmadfa vom Institut für Ernährungswissenschaften. In dieser Altersgruppe komme es teilweise zu "massivem Übergewicht".

Ost-West-Gefälle

Es gibt auch ein starkes Ost-West-Gefälle: Im Osten leiden über 13 Prozent an therapiebedürftigem Übergewicht, im Westen aber nur sechs Prozent. In Wien liege diese Rate ungefähr in der Mitte, meinte Elmadfa. Generell nehmen die Österreicher fast zehn Prozent mehr Fett zu sich "als wünschenswert", sagte Elmadfa. Zudem seien "die gesünderen Fette in der Minderheit": Auf den Tellern landet vor allem Schweinefleisch, von dem mit fünf Kilogramm pro Monat das Dreifache der empfohlenen Menge konsumiert wird. (APA, red, DER STANDARD Printausgabe 17.10.2003)