Die im Fernsehprogramm schändlich versteckte Serie

"Malcolm mittendrin" mit den vier stets Unfug treibenden Buben und den Eltern, die dank sehr spezieller Erziehungsmethoden die Bande in Schach halten, läuft im ORF werktags um 15.30 Uhr und wird um acht Uhr früh wiederholt. Wer hat sich das ausgedacht?

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15.30 Uhr und acht Uhr früh:

Das sind, liebe Leute, Zeiten, zu denen unsereiner einfach nicht schauen kann. Obwohl auch Mitglieder der Arbeiterklasse nur zu gern in den Genuss kommen möchten: "Malcolm" ist nämlich genial.

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Das Außergewöhnliche

an "Malcolm mittendrin" wird ja unter anderem durch die Tatsache belegt, dass die Serie polarisiert. "So, wie wir Amerika nicht mögen" sei sie, äußert etwa ein erbitterter Gegner Vorbehalte. Abgesehen davon, dass es heutzutage ohnehin nicht leicht ist, Amerika zu mögen: Wenn Vater und Mutter in der Wassererlebniswelt ihre Flitterwochen verbringen und beim Schmusen im Schwimmbecken plötzlich ein benutztes Pflaster zwischen ihren Lippen spüren, ist das nicht mehr nur amerikanisch, sondern schon fast völkerverbindend.

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Die Forderung also:

"Malcolm" bitte später. Nicht 19 Uhr, jüngere Zuschauer sollen nicht vergrault werden. Vorschlag: 17.15 Uhr statt "Sabrina". Bester Sendeplatz wäre natürlich 18.30 Uhr, aber da läuft - unverzichtbar - "25" ... (prie/DER STANDARD, Printausgabe, 24.10.2003)

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"Malcolm in the Middle"

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