Eisenstadt - Ein zusätzliches Betätigungsfeld eröffnet sich für Tagesmütter im Burgenland: Neben der fünfwöchigen Grundausbildung bietet der Verein "Projekt Tagesmütter Burgenland" nun auch einen einwöchigen Weiterbildungskurs an. Nach Abschluss dieser Schulung sollen die Absolventinnen künftig auch als Begleitpersonen für behinderte Buben und Mädchen im Kindergarten oder in der Volksschule sowie bei der Nachmittagsbetreuung tätig sein können, erklärte Frauenlandesrätin Verena Dunst (S) am Montag anlässlich des Starts des ersten Weiterbildungskurses in Eisenstadt.

Gefragte Tagesmütter

Das Projekt Tagesmütter entstand 1989 aus der Notwendigkeit, das damalige Angebot an Betreuungseinrichtungen für Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter zu ergänzen. Derzeit betreuen im Burgenland 70 Frauen insgesamt 170 Kinder. Pro Monat fallen rund 193 Arbeitsstunden an, eine Beschäftigte betreut durchschnittlich 2,33 Sprösslinge: "Das allein zeigt, dass die Tagesmütter sehr gefragt sind", so Dunst: "Wir würden es sehr begrüßen, wenn wir auch Tagesväter haben würden. Leider hat sich bis heute noch keiner gemeldet." Zur erstmals abgehaltenen Schulung in Eisenstadt haben sich 14 Frauen angemeldet. Die Kosten für die Ausbildung werden vom Frauenreferat der Landesregierung übernommen. (APA)