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T-Mobile Vorstand Georg Pölzl sieht 1800er-Frequenz nur als Formalie.

Foto: APA/Guenter R. Artinger
Im heiß umkämpften mobilen Geschäftskundenmarkt will T-Mobile Austria künftig verstärkt Klein- und Kleinstunternehmen als Kunden an Land ziehen und bisherige Großkundenlösungen nun auch auf Unternehmen mit bis zu 9 Mitarbeitern zuschneiden. Während der österreichische Handymarkt insgesamt bei einer Penetration von mehr als 80 Prozent auf hohem Niveau stagniere, werde bei Geschäftskunden noch immer ein starkes Wachstum verzeichnet, sagte T-Mobile Austria-Chef Georg Pölzl am Dienstag bei einem Pressegespräch.

"Einfachheit und Internationalität"

Punkten wolle T-Mobile im Geschäftskundenmarkt mit "Einfachheit und Internationalität", also mit der einfachen Datennutzung wie E-Mail-Abfrage auch im Ausland, betonte Pölzl. Der Marktanteil von T-Mobile bei Geschäftskunden liege bei mehr als 30 Prozent, mehr als die Hälfte des Datenumsatzes entfalle auf Geschäftskunden. Für einen schnellen mobilen Datenzugang biete T-Mobile die beiden Organizer "MDA" (Mobile Digital Assistant), der in seiner zweiten Auflage tribandfähig ist und über eine integrierte Kamera sowie MMS-Funktionen verfügt, und den "BlackBerry", von dem man bereits "einige tausend Stück" abgesetzt habe.

Positive Effekte

Positive Effekte durch Kunden-Verschiebungen vor allem bei Klein- und Mittelunternehmen, aber auch bei Großkunden, erwartet Pölzl durch die Einführung der mobilen Rufnummernportabilität, die eine Mitnahme der Handynummer inklusive Vorwahl bei einem Betreiberwechsel erlaubt. T-Mobile wolle die Rufnummernmitnahme ab Mitte 2004 anbieten, so Pölzl. Die strittigen Fragen unter den Betreibern seien nun geklärt, nun arbeite man an der Implementierung.

"Reine Formalie"

Zu dem vom Verwaltungsgerichtshof (VwGH) aufgehobenen Zuweisungsbescheid für die Nutzung von 1800er-Handyfrequenzen durch die Mobilkom Austria und T-Mobile (der WebStandard berichtete ) meinte Pölzl: "Ich gehe davon aus, dass dieser Formfehler in den nächsten Wochen von der Telekom Control Kommission behoben wird". Die Angelegenheit sei eine "reine Formalie". Daher nutze T-Mobile zwischenzeitlich auch diese Frequenzen weiter.(APA)