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Addis Abeba/London - Der Äthiopische Wolf (früher "Abessinischer Fuchs" genannt), der als seltenster Hund der Welt gilt, ist von Tollwut bedroht. Von den höchstens noch 500 Tieren in Äthiopien seien in den vergangenen Tagen bereits 20 an der Krankheit gestorben, berichtete das Wissenschaftsjournal "Nature" am Dienstag auf seiner Internetseite. Tierschützer wollten die Hunde in den nächsten Tagen impfen, die Regierung zögere jedoch mit einer Genehmigung.

Der Äthiopische Wolf (Canis simensis) trägt seinen früheren Namen wegen seines fuchsähnlichen Aussehens, gehört jedoch zu den Wildhunden und ist mit dem grauen Wolf verwandt, der in Europa, Asien und Amerika vorkommt. Die etwa einen halben Meter großen und rund einen Meter langen Tiere leben ausschließlich in einem Nationalpark in den Bale-Bergen im Südosten Äthiopiens.

Die Tollwut habe vermutlich ein streunender Hund übertragen, hieß es. Ohne Impfschutz könne die Population um bis zu Dreiviertel schrumpfen. Die Regierung in Addis Abeba zögert "Nature" zufolge jedoch, den genetisch modifizierten Impfstoff freizusetzen. Darüber hinaus hänge einer Impfaktion für Wildhunde in der Serengeti ein schlechter Ruf an: Die Tiere seien anschließend durch Staupe ausgestorben. (APA/dpa)