Wien - Bei den von den Wiener SPÖ-Frauen iniitierten Job-Info-Tage herrscht großer Andrang. So wurde die 2. Veranstaltung dieser Reihe am Mittwoch von Besucherinnen geradezu "gestürmt". "Man weiß nicht so recht, ob man sich über den Andrang freuen soll, oder nicht", meint dazu Mitinitiatorin und Wiener SPÖ-Frauensekretärin Martina Ludwig. Denn offensichtlich zeige der rege Zuspruch, dass diese Informationen mehr als dringend benötigt würden.

Versäumnisse auf Bundesebene

"Die Politik der Bundesregierung hat dazu geführt, dass die Job-Situation für Frauen heute alles andere als rosig ist", so Ludwig weiter. "Frauen werden in finanziell weniger attraktive Bereiche wie Teilzeitarbeit oder geringfügige Beschäftigung verdrängt, und viele schaffen den Einstieg zurück ins Berufsleben nach der Karenz nur schwer." Und selbst wenn die Stadt Wien durch ein breites Beratungs- und Serviceangebot ohnehin versuche zu retten, was zu retten ist, könne nicht alles wieder gut gemacht werden, was auf Bundesebene verabsäumt würde.

Knackpunkt Wiedereinstieg

Besonders groß war die Nachfrage nach Angeboten zu Weiterbildung und Wiedereinstieg. "Es zeigt sich immer wieder, dass der Zeitpunkt einer Familiengründung für Frauen der Knackpunkt im Job ist. Denn ein berufliches Leben 'danach' gibt's nun einmal nur mit ausreichender, guter und leistbarer Kinderbetreuung. Deshalb ist es auch besonders positiv, dass Wien mit fast 43.000 Betreuungsplätzen für drei bis sechsjährige Kinder einen Deckungsgrad von 96,57 Prozent erreicht", so Ludwig.

Info-Tage

Die Jobinfo-Tage wurden diesen Herbst ins Leben gerufen, um Frauen qualifizierte Beratung verschiedener Fachleute an einem Tag und Ort zur Verfügung zu stellen. Konkret sind Expertinnen und Experten von Arbeiterkammer, Arbeitsmarktservice, AusländerInnen- und Sozialberatungsstelle, Kinderfreunden, Sprungbrett, Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds sowie Wiener Wirtschaftsförderungsfonds anwesend. Die Palette der behandelten Themen reicht von Wiedereinstieg, Aus- und Weiterbildung, Mädchenberatung und Kinderbetreuung bis zu Selbständigkeit sowie Migrantinnenberatung mit Dolmetsch. (red)