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Kurz vor der dem Austausch des FPÖ-Vizekanzlers gab es im steirischen Kitzeck ein Treffen der Spitzen von ÖVP und FPÖ. Gerüchte, wonach dabei ein Pakt zwischen Schwarz und Blau für die kommende Kärntner Landeswahl ausverhandelt wurde, um Haider wieder zum Landeshauptmann zu machen, werden nun vom ÖVP-Länderchef Wurmitzer dementiert. Haider und Schüssel geben sich in letzter Zeit auf jeden Fall betont friedlich. Gemeinsame Porsche-Ausfahrten - wie die im Bild von 2000 - sind jedoch keine bekannt.

foto: apa/eggenberger
Klagenfurt - Der Kärntner ÖVP-Obmann LR Georg Wurmitzer hat Gerüchte dementiert, dass beim schwarz-blauen Gipfeltreffen im steirischen Kitzeck auch die Wiederwahl Jörg Haiders zum Landeshauptmann durch die ÖVP ausgehandelt worden sei. Es gebe weder einen Pakt noch eine Absprache oder einen Auftrag. "Mich hat von der Bundesparteileitung nach Kitzeck niemand angerufen", stellte Wurmitzer in einem Interview für die "Kärntner Woche" klar.

"Politik auf eigene Rechnung und Gefahr"

Der Landeschef meinte weiter, er habe die Bundespartei bezüglich ihrer Erwartungen an die Kärntner ÖVP "schon öfter enttäuscht". Wurmitzer: "Wir machen Politik auf eigene Rechnung und Gefahr und deswegen erlauben wir uns zu bestimmen, wie sie ausschaut". Es sei daher völlig offen, wen die ÖVP nach der Landtagswahl vom 7. März zum Landeshauptmann wählen wird, versicherte der Parteiobmann.

Keine Festlegung

Die ÖVP hat schon zwei Mal - 1990 und 1999 - Haider zum Landeshauptmann gekürt. Diesmal lässt sich Wurmitzer nicht in die Karnten schauen und will sich nicht einmal auf den Punkt festlegen lassen, dass die Volkspartei den Kandidaten der stimmenstärksten Partei - egal ob FPÖ oder SPÖ - wählen wird. Immerhin hat ja auch ÖVP-Spitzenkandidatin Elisabeth Scheucher ihre Anwartschaft auf das höchste Regierungsamt im Lande bekundet. (APA)