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Krenz war wegen seiner Mitverantwortung für den Tod von DDR- Flüchtlingen an der Grenze verurteilt worden.

Foto: APA/dpa/Thomas Köhler
Berlin - Der frühere DDR-Staats- und Parteichef Egon Krenz muss weiter in Haft bleiben. Er verbüsst seit dem 13. Jänner 2000 eine Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren. Ein Sprecher der Justizbehörde in Berlin bestätigte am Freitag, dass das Landgericht Berlin einen weiteren Antrag von Krenz auf vorzeitige Entlassung abgewiesen habe. Bereits im Juni hatte das Kammergericht eine Beschwerde abgelehnt, mit der der 66-Jährige eine Freilassung nach der Hälfte der Haftzeit erreichen wollte. Damals und auch jetzt lehnten die Richter dies jedoch "wegen der Schwere der Schuld" ab. Krenz war wegen seiner Mitverantwortung für den Tod von DDR- Flüchtlingen an der Grenze verurteilt worden. Seit geraumer Zeit geht er allerdings einer Beschäftigung nach und muss nur im Gefängnis übernachten. (APA/dpa)