Die deutsche IT-Branche wird der Initiative D21 zufolge 2004 nach zwei mageren Jahren die Trendwende schaffen. Die Informationswirtschaft rechne in Deutschland mit einem Wachstum von zwei Prozent und in Westeuropa mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Initiative, Erwin Staudt, am Freitag in Köln beim Kongress "Neue Jobs durchs Internet" mit rund 1.000 Teilnehmern. Die Branche werde mittelfristig für einen Aufschwung am Arbeitsmarkt sorgen. Wer nicht fit sei im Umgang mit IT, werde es allerdings künftig bei Stellensuche oder beim beruflichen Aufstieg schwer haben.

Beschäftigung

Derzeit sind in der Branche der Informations- und Kommunikationstechnologien in Deutschland mehr als 750.000 Menschen beschäftigt. Eine zentrale Rolle bei der Schaffung von IT- Arbeitsplätzen spielen nach Einschätzung der Initiative D21 kleine und mittlere Unternehmen. Die Initiative D21 ist ein gemeinnütziger, brachen- und parteiübergreifender Zusammenschluss von 300 Unternehmen und Institutionen, der Deutschlands Wandel zur IT-Gesellschaft beschleunigen will.

Zentral

Die Entwicklung der IT-Branche sei für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands wesentlich, sagte Staudt. Potenziale sieht er auch in der staatlichen Verwaltung, die elektronischer Dienstleister werden müsse sowie im Gesundheitsbereich. Hier sei die elektrische Gesundheitskarte, die 2006 kommen soll, das wichtigste Projekt.

Plan

Staudt betonte, Deutschland müsse weiter fit für das Informationszeitalter gemacht werden. Auf dem Arbeitsmarkt komme kein Beschäftigter - ob Lagerarbeiter, Krankenschwester oder Lastwagenfahrer - künftig mehr an den neuen Informationstechnologien vorbei. Inzwischen sei etwa die Hälfte der Bevölkerung online. (APA)