Washington - Der US-Geheimdienst CIA hat nach einem Ultimatum des Senats einen Teil der Dokumente über das irakische Massenvernichtungsprogramm dem Weißen Haus übergeben.

Die Senatoren hoffen, dass die Dokumente und Interview- Aufzeichnungen Aufschluss darüber geben, welche Informationen dem US-Geheimdienst über angebliche Massenvernichtungswaffen vor Beginn des Irak-Krieges vorlagen und wie sie von der Regierung genutzt wurden.

Der demokratische Senator John "Jay" Rockefeller äußerte sich verhalten zufrieden darüber, dass die CIA die Frist des Senats erfüllt habe. Es sei dem Senat darauf angekommen, dass er es sehr ernst meine. Der Senat-Geheimdienstausschuss hatte der CIA bis Freitag Zeit gegeben, die noch ausstehenden Unterlagen über das irakische Massenvernichtungsprogramm zu übergeben.

Präsidialamt will Untersuchung unterstützen

Das US-Präsidialamt hat nach Angaben von Senator Pat Roberts zugesagt, dem Geheimdienstausschuss des Senats Geheimdiensterkenntnisse über irakische Massenvernichtungswaffen zugänglich zu machen. Roberts, Vorsitzender des Geheimdienstausschusses im Senat, sagte am Sonntag, ein hochrangiger Vertreter im Präsidialamt habe zugesagt, dass dem Ausschuss alle Unterlagen zur Verfügung gestellt würden.

Der Senat bereitet schon seit Juli einen Report über mögliche Geheimdienst-Schwachstellen oder Pannen vor dem Irak-Krieg vor. Der Ausschuss soll herausfinden, welche Informationen dem Geheimdienst und anderen Behörden über Massenvernichtungswaffen im Irak vorlagen. (APA/dpa)