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Foto: APA/dpa/Hildenbrand
Washington - Das Auftauchen einer Spielzeugpistole im US-Kongress sorgt in Washington weiter für Wirbel. Der Chef der Kapitol-Polizei, Terence Gainer, kündigte am Samstag an, wegen des Vorfalls am Donnerstag würden die Kontrollen vor dem Kongress verschärft. Er bestellte mehr als 200 Sicherheitsbeamte zu einer Wochenend-Klausur ein, um zu analysieren, wie sich eine Wiederholung des Fiaskos vermeiden lässt.

Am Donnerstag hatten zwei Kongressmitarbeiterinnen einen Großalarm und anschließend die Räumung des Gebäudes verursacht. Sie hatten Halloween-Kostüme und eine Spielzeugpistole in einem Paket dabei, als sie das Kapitol betraten. Ihre Tasche wurde durchleuchtet, anschließend nahmen sie sie zu sich und verschwanden im Gebäude. Der zuständige Sicherheitsbeamte war durch die Frage eines Besuchers abgelenkt. Wenige Augenblicke später tauchte das Abbild eines Revolvers auf dem Kontrollbildschirm auf, wodurch der Alarm ausgelöst wurde.

Entwarnung

Erst als ein Senator zwei Stunden später erklärte, zwei seiner Angestellten hätten die Kostüme samt der Spielzeugpistole ohne böse Absichten mitgebracht, gab es Entwarnung.

Zunächst hatte Polizeichef Gainer seinem Sicherheitspersonal bescheinigt, sich korrekt verhalten zu haben. In einem Interview mit der Zeitung "Washington Post" (Samstag-Ausgabe) sagte er nun: "Es gab einige Fehler, keine Frage. Wir waren nicht so gründlich, wie wir sein sollten. Wir werden das korrigieren."

Abgeordnete des Repräsentantenhauses hatten zudem über das langsame Warnsystem geklagt. "Wie kann es passieren, dass meine Mitarbeiter und ich aus dem Fernsehen erfahren, dass zwei mutmaßliche Terroristen in unser Gebäude eingedrungen sind, bevor uns die Kapitol-Polizei darüber informiert", beschwerte sich der Abgeordnete Eliot Engel. (APA/AP)