Washington - Die Zahl hungernder Familien ist in den Vereinigten Staaten das vierte Jahr in Folge gestiegen. Besonders Alleinerzieher haben immer größere Schwierigkeiten, für ausreichendes Essen auf dem Tisch zu sorgen, geht aus einer aktuellen Studie des US-Landwirtschaftsministeriums hervor.Essen unsicher

Laut der Untersuchung waren 12,1 Millionen Haushalte (11,1 Prozent aller Haushalte) zumindest einmal im Jahr 2002 unsicher, ob sie genügend Geld haben, um sich Essen kaufen zu können. In 3,8 Millionen Haushalten (3,5 Prozent) war die finanzielle Situation so dramatisch, dass wenigstens ein Familienmitglied mehrmals auf Mahlzeiten verzichten musste.

Seit 1999 sind die Zahlen für die beiden Kategorien damit um 9,9 beziehungsweise 16,6 Prozent gestiegen. Besonders gefährdet sind dabei Haushalte mit allein erziehenden Müttern und Vätern, geht aus der Statistik hervor. Auch in den Südstaaten und dem Westen der USA ist das Risiko, auf Essen verzichten zu müssen, höher.

Dass auch unter den ärmeren Bevölkerungsschichten Übergewichtige zu finden sind, überrascht Experten übrigens nicht. Gerade diese Gruppe isst gerne kalorienreiche Speisen, um das Hungergefühl zu bekämpfen. (moe, DER STANDARD Printausgabe 3.11.2003)