Wien - Die neue Geschäftsführung des Grazer Filmfestivals Diagonale hat sich mit dem Verband Österreichischer Filmproduzenten auf mehrere Konzeptänderungen geeinigt. So wurden etwa die wegen ihrer Höhe umstrittenen Preisgelder von insgesamt 285.000 auf 135.000 Euro reduziert und werden nun "als reines Preisgeld ohne Auflagen" vergeben. Weiters wird das Festival von geplanten neun auf sechs Tage verkürzt.

Die Interessensvertretungen der österreichischen Filmschaffenden sollen schriftlich eingeladen werden, mit Sitz und Stimme in der Generalversammlung des Vereins der Diagonale vertreten zu sein. Eingeladen, dem Diagonale-Verein beizutreten, wurden die Verbände AAFP - Verband Österreichischer Filmproduzenten, Verband Österreichischer Schauspieler, Verband der Filmregisseure Österreichs, Verband Österreichischer Kameraleute, Österreichischer Verband Film- und Videoschnitt, der Österreichische Regieverband, der Dachverband der Filmschaffenden, die Filmakademie, VAM, AFC, Sixpack Film und der ORF.

Bisher sollte unter anderen ein mit 250.000 Euro dotierter "Sunrise Austria Award" als "bedingt rückzahlbare Förderung für das nächste gemeinsame Projekt" ausbezahlt werden. Nun sollen hingegen Preisgelder von je 30.000 Euro für den besten österreichischen Spiel-, den besten österreichischen Dokumentarfilm sowie für den besten südosteuropäischen Spiel- oder Dokumentarfilm vergeben werden. Der beste österreichische Kurzfilm bekommt 15.000 Euro, der beste Schauspieler und die beste Schauspielerin je 5.000 Euro. Beibehalten wird die Entwicklungsförderung von 20.000 Euro bei der Projektbörse.

Miroljub Vuckovic, künstlerischer Leiter der Diagonale, betonte in einer Aussendung am Montag: "Wir wollen damit eine breitestmögliche Zusammenarbeit mit den Filmschaffenden erreichen, weil damit die bestmögliche Plattform für den österreichischen Film geboten werden kann". (APA)