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Foto: Reuters/Mathur
Wien - In der Vollmondnacht auf kommenden Sonntag, 9. November, gerät der Mond in der zweiten Nachthälfte vollständig in den Erdschatten und wird sich ab 00.05 Uhr deutlich verfinstern. Die totale Phase ist vergleichsweise kurz, sie beginnt um 02.06 Uhr und endet um 02.31 Uhr. In dieser Zeit wird der Mond nur als dunkle, kupferrote Scheibe zu sehen sein - wenn er zu sehen ist.

Denn die Wetteraussichten für die totale Mondfinsternis sind nicht gerade berauschend. Speziell im Flachland dürfte es laut Wetterexperten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien eher trüb mit Hochnebel sein. Bessere Chancen auf Auflockerungen prognostizieren die Meteorologen für das Bergland, etwa an der Alpennordseite.

Dass wir ihn während der Totalität überhaupt noch sehen könnten, liegt am so genannten Streulicht der irdischen Lufthülle. Ein wenig Sonnenlicht mogelt sich stets durch die Atmosphäre, dadurch wird es im Erdschatten nie ganz finster. Der Eintritt des Mondes beginnt laut Berechnung der Astronomen über Österreich um 23.15 Uhr, sichtbar wird die Verfinsterung am oberen Ende der Mondscheibe allerdings erst kurz nach Mitternacht. Die Freisicht endet um 04.32 ... wenn das Wetter mitgespielt hat.

In der kurzen totalen Phase tritt der Mond in den Kernschatten der Erde, wird also von den direkten Sonnenstrahlen völlig abgeschirmt. Im Halbschatten erreicht immer noch ein Teil des Sonnenlichts den Mond. Mondfinsternisse ereignen sich prinzipiell nur bei Vollmond, denn da stehen Sonne und Mond aus Sicht der Erde einander gegenüber, und der Mond kann in den Schatten der Erde eintreten. Mondfinsternisse ereignen sich durchschnittlich zwei Mal pro Jahr. (APA)