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Die Polizei stellte Waffen und Propagandamaterial sicher

Foto: Reuters/Charisius
Kiel - Die gewaltbereite norddeutsche Neonazi-Gruppe "Combat 18 - Pinneberg" hatte auch Politiker und Polizisten im Visier. Nach Polizeiangaben vom Montag fanden Ermittler entsprechende Listen sowie eine Anleitung zum Herstellen von Sprengsätzen. Bisher gebe es aber keine Anzeichen, dass die Gruppe Anschläge gegen Personen vorbereitete. Es sei allerdings erst ein geringer Teil der sichergestellten Gegenstände gesichtet worden.

Razzia

Am vergangenen Dienstag war die Polizei mit einer Großrazzia gegen die Gruppe in Schleswig-Holstein vorgegangen. Nach offiziellen Angaben war "Combat 18 - Pinneberg" der erste Versuch, die ursprünglich britische Organisation in Deutschland zu etablieren.

Die "18" steht für den 1. und 8. Buchstaben im Alphabet, "A" und "H", und damit für den Namen Adolf Hitler. Bei der Durchsuchung wurden sieben Männer festgenommen, fünf sind in Untersuchungshaft. (APA/dpa)