St. Pölten - Den Berg hinauf geschnauft wird eigentlich nicht mehr so richtig, Dieselmotoren haben die alten Öfen abgelöst, dennoch oder gerade deshalb meldet die Schneebergbahn ein gutes Jahresergebnis.

Für die Schneebergbahn ging am Sonntag die Saison zu Ende. Mit 136.000 Passagieren wurde - trotz des frühen Wintereinbruchs - ein gutes Ergebnis erzielt, berichtete die NÖ Landeskorrespondenz.

Die Wintersperre dauert bis 24. April 2004. Eine Unterbrechung wird es am Heiligen Abend für die bereits traditionellen Weihnachtsfahrten zur Hengsthütte geben.

Nach Darstellung des Landes Niederösterreich wurden heuer einige Vorhaben am Berg umgesetzt: Neben Verbesserungen im Telefonservice war es durch die Einrichtung einer neuen Homepage erstmals möglich, Fahrkarten für die Schneebergbahn online zu buchen.

Events wie das Lama-Trekking am Plateau des Hochschneebergs oder der Jazz-Herbst im Berghaus Hochschneeberg zielten darauf ab, neues Publikum für den Schneeberg und seine Zahnradbahn zu gewinnen.

Nach jahrelangen Verhandlungen und einer Bauzeit von 17 Monaten ist nun auch die Infrastruktur zeitgemäß: Mit der Inbetriebnahme des Abwasserkanals, einer Trinkwasserleitung und der Neuverlegung eines leistungsstarken Stromkabels hat für die Tourismusbetriebe am Schneeberg eine neue Zeit begonnen.

Der Ausbau erfolgte in überregionaler Zusammenarbeit. Die Projektkosten beliefen sich auf zwei Millionen Euro. Zu den Förderungen des Landes Niederösterreich, der Stadt Wien, des österreichischen Bundesheeres und der Marktgemeinde Puchberg kamen entsprechende Eigenleistungen der EVN, der Anrainer sowie der Bahngesellschaft. (APA, Der Standard, Printausgabe, 04.11.2003)