Finnland - Die versteckte Gewalt

Das in Mitteleuropa als besonders liberal geltende Finnland hält einen traurigen Rekord: Zwei Drittel aller Frauen sind häuslicher Gewalt ausgesetzt, statistisch gesehen gibt es alle sechs Minuten einen gewalttätigen Übergriff, Dutzende Frauen pro Jahr sterben an den Folgen der Gewalt. Eine gerade erst erschienene Studie mit diesen neuen Daten hat in der finnischen Öffentlichkeit wie eine Bombe eingeschlagen. Probleme in der Familie waren bisher ein absolutes Tabu, sie wurden buchstäblich totgeschwiegen. Jeder hat seine Probleme mit sich selbst auszutragen, die Männer fressen Konflikte in sich hinein - und explodieren vor allem unter dem Einfluss von Alkohol. Die Frauen mussten Schläge und psychische Erniedrigungen bisher schweigend erdulden, Organisationen, die sich ihrer Probleme annehmen, gibt es erst seit ganz kurzer Zeit. Jetzt aber ist der Skandal öffentlich. Alexander Steinbach beleuchtet für das "Weltjournal" die Hintergründe des bisher verschwiegenen Phänomens.

"USA - Aufstand der Soldatenfrauen"

Mit dem Abschuss eines Kampfhubschraubers haben an diesem Wochenende die Angriffe auf die amerikanischen Besatzungssoldaten im Irak einen blutigen Höhepunkt erreicht: 15 Soldaten kamen ums Leben, 20 wurden verwundet. Insgesamt starben seit der offiziellen Beendigung der eigentlichen Kriegshandlungen im April doppelt so viele US-Soldaten wie während der erfolgreichen US-Invasion. Immer größer werden für George W. Bush damit auch die Schwierigkeiten an der "Heimatfront". Laut Meinungsumfragen unterstützt nur mehr knapp die Hälfte der Amerikaner ihren Präsidenten, die Medien kommentieren kritisch und immer mehr Kriegsgegner gehen auf die Straße. Besonders schmerzhaft ist jedoch der Protest der Soldatenfamilien. Ihr Schlachtruf lautet "Bring them home now!" Durch Petitionen und spektakuläre Protestaktionen wollen die Frauen der Soldaten die Heimkehr ihrer Liebsten erzwingen. (red)