Brüssel - Die EU-Kommission hat nach Angaben aus EU-Kreisen ihre kritischen Berichte über die Betrittsvorbereitungen von zehn neuen Mitgliedstaaten ohne Änderungen verabschiedet. Die Berichte seien angenommen worden, hieß es am Mittwoch in den Kreisen in Brüssel.

Bereits zuvor war bekannt geworden, dass die Kommission in allen zehn Beitrittstaaten Defizite bei der Umsetzung von EU-Recht sieht. Es gebe aber kein Hindernis für den am 1. Mai geplanten EU-Beitritt, hatte es aus EU-Kreisen geheißen. Erweiterungskommissar Günter Verheugen sollte Details der Berichte am Nachmittag im EU-Parlament vorstellen.

39 schwerwiegende Mängel, davon neun in Polen

Insgesamt werden 39 schwerwiegende Mängel festgestellt, davon neun im größten Beitrittsland Polen. Dies betrifft vor allem Bestimmungen für den EU-Binnenmarkt, die Lebensmittelsicherheit, der Schutz der Außengrenzen sowie die Auszahlung von EU-Fördergeldern. Ein großes Problem in fast allen Beitrittsländern ist die Korruption. Musterschüler mit nur einer Verwarnung ist Slowenien. (APA/dpa/Reuters)