Der Mord an einer 39-jährigen blinden Universitätsbibliothekarin, begangen im August des Vorjahres, ist am Dienstag am Straflandesgericht Graz angeklagt. Der Täter, ein 45-jähriger gebürtiger Schweizer, erschien im Rollstuhl vor dem Geschworenensenat. Er ist schwerstkrank, HIV-positiv und leidet an Blasenkrebs. Der Staatsanwalt beantragte die Einweisung in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher."Ich bestreite nicht, dass ich es war, aber ich kann mich nicht erinnern", erklärte Valentin K. Erst als er am besagten Tag, am 13. August 2002, aus der Wohnung seiner Freundin gegangen ist, sei ihm aufgefallen, "dass sie nicht nachgekommen ist, und ich ganz blutig war". Der Gerichtsgutachter Peter Hofmann bescheinigte eine "Drogenkonsum bedingte Wesensveränderung" des Mannes: Jahrelanger Missbrauch von Drogen, Alkohol und Beruhigungsmittel hätten zu einer Hirnschädigung geführt. Außerdem handle es sich um eine "narzisstische Persönlichkeit". Der Angeklagte wurde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe Jahre alte Mann verurteilt. Der mutmaßliche Mörder erbat sich Bedenkzeit, der Staatsanwalt legte keine Erklärung ab. (APA) (