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Der nunmehrige Ex-KSK-Chef Günzel hat an Hohmanns Rede nichts auszusetzen

Foto: Reuters/Dalder
Berlin - Der Chef des Kommandos Spezialstreitkräfte der deutschen Bundeswehr (KSK), Reinhard Günzel, ist entlassen worden. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) wies am Dienstag den Inspekteur des Heeres an, Günzel von seinen Aufgaben zu entbinden. Gleichzeitig bat Struck Bundespräsident Johannes Rau, den Offizier in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen. Der General soll in einem Brief an den CDU-Abgeordneten Martin Hohmann dessen als antisemitisch kritisierte Rede gelobt haben.

Das Verteidigungsministerium hatte schon zuvor Konsequenzen nicht ausgeschlossen, wenn sich der Inhalt des Briefes von Günzel an Hohmann bestätige. Dies wäre für Verteidigungsminister Peter Struck nicht zu tolerieren, hieß es.

Dank

Nach Informationen der ZDF-Sendung "Frontal 21" hat sich der Brigadegeneral bei dem CDU-Abgeordneten ausdrücklich für dessen heftig kritisierte Rede zum Nationalfeiertag bedankt. In einem Brief, den Hohmann dem ZDF-Magazin präsentierte, habe Günzel geschrieben: "Eine ausgezeichnete Ansprache - wenn ich mir dieses Urteil erlauben darf - wie man sie mit diesem Mut zur Wahrheit und Klarheit in unserem Land nur noch sehr selten hört und liest."

Günzel habe den CDU-Abgeordneten aufgefordert, "sich durch Anwürfe aus dem vorwiegend linken Lager nicht beirren (zu) lassen und mutig weiterhin Kurs (zu) halten". Hohmann könne sich sicher sein, "mit diesen Gedanken der Mehrheit unseres Volkes eindeutig aus der Seele (zu) sprechen". (APA/dpa)