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Finanzexpertin Donna Arduin (re.) durchforstet das marode Bugdget Kaliforniens

Reuters/FRED PROUSER
Sacramento - Arnold Schwarzenegger wird am 17. November als 38. Gouverneur von Kalifornien vereidigt. Diesen Termin gab ein Mitarbeiter des früheren Hollywoodstars am Dienstagabend (Ortszeit) in der Hauptstadt Sacramento bekannt. Die Feier werde "einfach und würdig" ausfallen, sagte Marty Wilson. Schwarzenegger habe angesichts der schweren Haushaltskrise in Kalifornien auf eine einfache Zeremonie bestanden. Die Vereidigung soll am Vormittag auf den Stufen des Kapitols stattfinden. Zu der Veranstaltung werden 7.500 Gäste eingeladen. Gala-Empfänge oder Bälle seien nicht geplant, hieß es weiter.

Der Filmstar löst den amtierenden Demokraten Gray Davis ab, der bei vorgezogenen Neuwahlen (Recall) am 7. Oktober seinen Gouverneursposten verloren hatte. Schwarzenegger, ein gemäßigter Republikaner, wurde aus einer Vielzahl von Kandidaten mit großer Mehrheit gewählt. Davis und sein prominenter Nachfolger traten in den letzten Wochen wiederholt Seite an Seite auf, zuletzt am Dienstag, bei der Besichtigung von Brandgebieten in Südkalifornien.

"Vier Frauen für Arnie"

Knapp zwei Wochen vor seiner Amtsübernahme hat der designierte kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger wichtige Mitglieder seiner künftigen Regierungsmannschaft vorgestellt. Zu seinem Team, mit dem er unter anderem die desolate Finanzlage des US-Bundestaates in den Griff bekommen will, zählen vier Frauen.

Für den Schlüsselposten des Finanzdirektors ernannte Schwarzenegger - wie bereits berichtet - die erfahrene Finanzexpertin Donna Arduin, die sich bereits um den Haushalt des Bundesstaates Florida unter Gouverneur und Präsidentenbruder Jeb Bush verdient gemacht hat. Sie leitet derzeit bereits ein Team, das das klamme Budget Kaliforniens durchforstet.

Zu den weiblichen Kabinettsmitgliedern zählt auch Marybel Batjer als künftige Kabinettssekretärin. Sie arbeitete bereits für den Gouverneur von Nevada.

Schwarzeneggers Sprecher Rob Stutzman widersprach Vermutungen, der künftige Gouverneur sei nach den Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung in der Vergangenheit dazu gedrängt worden, möglichst viele Frauen in sein Team zu berufen. Es gebe eben viele talentierte und qualifizierte Frauen für die Posten, sagte Stutzman, der selbst zum Kommunikationsdirektor berufen wurde. (APA/dpa)