Der dritte und letzte Teil der Science-Fiction-Trilogie Matrix endet am 5.November in einer globalen Kino-Attacke. Mit seinem präzise synchronisierten Kinostart in Lichtspiel-Theratern von den USA über China bis Österreich setzt der Film nach seiner Vermarktung auch hier neue Maßstäbe, berichtet die New York Times. In Los Angeles können Fans des Kult-Spektakels bereits um sechs Uhr morgens die Kinosäle stürmen. In New York startet der Film um neun Uhr vormittags, hier zu Lande um 15 Uhr. Erstmals wird ein Film auch gleichzeitig im IMAX-Format veröffentlicht. Der weltweite synchrone Start ist aber nicht nur "Showmanship", geschicktes Zurschaustellen, wie die Produzenten betonen, sondern hat auch handfeste praktische Gründe.

Furcht vor digitalen Piraten

Ein Grund, warum "Revolutions" weltweit exakt zur selben Stunde startet, ist die Furcht vor digitalen Piraten. So soll die Möglichkeit für illegale Kopien im Internet minimiert werden. Der wichtigste Grund für den weltweiten Kinostart ist aber Gewinnmaximierung. In mehr als 50 Ländern rund um den Globus (und in 43 Sprachen) soll schon in den ersten Wochen möglichst viel in die Kassen kommen, bevor der Matrix-Hype abflaut. Der dritte Teil kann noch von der umfassenden Reloaded-Promotion profitieren. Aber bereits im Mai kam Kritik auf, dass Reloaded die Erwartungen des Hypes nicht erfüllen kann. In den USA wurden mit Reloaded 280 Mio. Dollar eingespielt, der Großteil davon in den ersten beiden Wochen (93,3 Mio. Dollar am Startwochenende).

"Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende"

Seit 1999 hat das Science-Fiction-Genre mit Matrix einen Kultfilm mehr. Die Erwartungen an die Nachfolger waren daher entsprechend hoch, nicht nur weil der erste Film neue Maßstäbe setzte. Im vergangenen Mai startete "Matrix Reloaded" mit einem gigantischen Promotionaufwand. Der dritte Teil kommt nun nur sechs Monate später mit weit weniger Marketing-Getöse in die Kinos. Der Grund ist einerseits die Enttäuschung der Sponsoren, andererseits aber auch die Produzenten selbst. Sie setzen auf die anhaltende Reloaded-Welle und auf die Neugier des Publikums. Schon der Slogan "Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende" spekuliert, dass der Zuseher, ob von Reloaded enttäuscht oder nicht, das Finale nicht verpassen will. (pte)