Zwei ehemalige IBM -Arbeiter haben wegen Krebserkrankungen den Computerriesen vor Gericht gebracht. Die beiden Betroffenen, Alida Hernandes und Jim Moore, behaupten, dass durch den ständigen Kontakt mit verschiedenen Chemikalien wie Formaldehyd und Aceton ihre Krebserkrankungen hervorgerufen wurden. Das Verfahren wurde vor einer Jury in Santa Clara eröffnet und gilt als Auftakt zu einer Reihe ähnlicher Gerichtsprozesse.

Im "Clean Room"

Vor der zwölfköpfigen Jury sagte Richard Alexander, der Anwalt der Kläger, dass chronische Vergiftung ein langsam schleichendes Ergebnis vom tagtäglichen Umgang mit Chemikalien sei und zu Krankheit oder Tod führe. Hernandes hat insgesamt 14 Jahre bei IBM in einem so genannten "Clean Room" gearbeitet, wo Laufwerke hergestellt werden. Die Angestellte ist vor zehn Jahren an Brustkrebs erkrankt. Moore wiederum leidet seit acht Jahren am Non-Hodgkins-Lymphom.

Der Fall ist bereits sechs Jahre alt, insgesamt wurden im Vorfeld schon über 400 Aussagen gemacht. Das nunmehr eröffnete Verfahren erfreut sich größter Aufmerksamkeit und gilt als Präzedenzfall, da noch mehr als 200 ähnliche Fälle anstehen, in denen Arbeiter den Konzern in New York und Minnesota geklagt haben. (pte)