Wien - Neo-Airline-Gründer Niki Lauda muss sich um die Rekrutierung von Piloten und weiterem Flugpersonal für sein neues Billigairlineprojekt nach der Mehrheitsübernahme der Aero Lloyd Austria wohl keine Sorgen machen. Etliche Lauda-Air-Mitarbeiter sind bereit, wieder für ihn zu arbeiten. Er werde von bereits Interessensbekundungen von Lauda Air-Piloten "überhäuft", berichtete Lauda am Mittwoch vor Journalisten.

Diese Menschen würden den "Neubeginn" mit ihm gerne mit wagen, sagte Lauda auf die Frage, ob bereits Lauda Air-Piloten bei ihm wieder angeklopft hätten.

Niedrige Entlohnung

Niki Lauda hatte 2001 die letzten Aktien der von ihm gegründeten Lauda Air an die Austrian Airlines (AUA) verkauft. Die Lauda Air gehört heute zur AUA-Gruppe, wo auch die Markenrechte auf "Lauda" liegen. Die AUA-Gruppe wurde kürzlich mit neuen Markennamen versehen. Die ehemalige AUA tritt nun unter Austrian auf, die Tyrolean Airways unter Austrian Arrows. Nur die Lauda Air behielt ihren Namen.

Innerhalb des AUA-Konzerns werden Austrian Arrows- und Lauda Air-Piloten niedriger entlohnt als AUA-Piloten. Eine mögliche Verlagerung von AUA-Piloten zu Arrows und Lauda ist derzeit einer der Konfliktpunkte zwischen Management und AUA-Bordpersonal.(APA)