Wien - Die Verhandlungen um einen neuen Kollektivvertrag für die rund 450.000 Angestellten im Handel und in verwandten Berufen starten am Donnerstag neuerlich. Die Vorzeichen für die Verhandlungen sind nicht die besten: Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) macht für den Fall, dass sich kein akzeptabler Abschluss abzeichnen sollte, vorsorglich schon mobil.

Für den ersten Weihnachtseinkaufssamstag, den 29. November, wurde bereits eine Großdemo in der inneren Wiener Mariahilfer Straße angemeldet. Zum ersten Termin am 23. Oktober waren die Verhandlungen nach rund 7 Stunden ausgesetzt worden, weil die Kluft zwischen dem Angebot der Arbeitgeber und den Forderungen der Gewerkschaft zu weit auseinander klaffte.

Die Arbeitnehmervertreter hatten in der ersten Runde die Anhebung der KV-Gehälter (bei Beibehaltung der Überzahlung) um 2,7 Prozent mit einem Mindestbetrag von 32 Euro gefordert. Auf jeden Fall soll es für 2004 eine reale Lohnerhöhung und zumindest einen Abschluss auf Vorjahresniveau geben, so die GPA. Damals haben sich die Sozialpartner auf eine Erhöhung der Mindestgehälter um 2,1 Prozent geeinigt.

Angebot der Arbeitgeber

Die Arbeitgeber hatten dagegen zunächst eine Erhöhung der KV- Gehälter um nur 1,05 Prozent geboten. Sie forderten von der Gewerkschaft "Augenmaß". Ein heißes Eisen bei den Verhandlungen sind diesmal auch die komplizierten Zuschlags-Regelungen im Handel, die durch die Verlängerung der Öffnungszeiten in einigen Bundesländer neue Aktualität bekommen. (APA)