Baltimore - Bei mit Malaria infizierten Frauen ist die Gefahr, dass sie das HI-Virus auf ihre ungeborenen Kinder übertragen, größer. War die Mutter an Malaria erkrankt, wurden 40 Prozent der Kinder mit HIV angesteckt. Bei nicht malariakranken Frauen waren es nur 15 Prozent. Im Fachmagazin Aids gehen die Forscher davon aus, dass die Behandlung von Malaria die Anzahl mit HIV geborenen Babys deutlich verringern kann. An der Studie der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health nahmen 746 HIV positive Frauen aus Uganda teil.

Das Team um Heena Brahmbhatt wies nach, dass HIV infizierte Frauen häufiger und schwerer mit Malaria angesteckt werden. Frauen mit beiden Krankheiten hatten ein höheres Risiko einer Anämie, Fehl- oder Frühgeburt und eines geringen Geburtsgewichts der Kinder. Zusätzlich führten große Mengen von HIV im Körper eher zu einer Übertragung. Die Teilnehmerinnen wurden zwischen 1994 und 1997 begleitet.

An Malaria stirbt laut BBC jährlich rund eine Mio. Menschen. Mehr als 90 Prozent der Erkrankungen werden aus Schwarzafrika gemeldet. Die Ansteckungsraten sind in dieser Region am höchsten. Die Übertragung von Mutter auf Kind gehört in Afrika zu den häufigsten Verbreitungsarten. Über 40 Mio. Menschen sind weltweit mit HIV infiziert. (pte)