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Frank Leonhardt/APA/dpa/
Mönchengladbach - Der österreichische Maler Arnulf Rainer wurde am Freitag für sein Lebenswerk mit dem mit 50.000 Euro dotierten Rhenus-Kunstpreis ausgezeichnet. "Rainer ist einer der wichtigsten und bedeutendsten Maler unserer Zeit", sagte der Künstler Markus Lüpertz, Sprecher der internationalen Fachjury. Der Preis wurde am Freitagabend in Mönchengladbach überreicht.

Bisherige Preisträger waren die deutschen Maler Georg Baselitz und Sigmar Polke. Die alle zwei Jahre an eine international herausragende Künstlerpersönlichkeit verliehene Auszeichnung war 1999 von dem Hersteller für Industrieschmierstoffe Rhenus Lub (Mönchengladbach) gestiftet worden. Der Preis ist Künstlern aus den Rheinanlieger-Staaten Schweiz, Niederlande, Deutschland, Frankreich, Liechtenstein und Österreich vorbehalten.

Zunehmende Anerkennung durch Ausstellungen und Ankäufe erfuhr der heute 73-jährige Rainer, der mit Übermalungen eigener und fremder Bildwerke und Fotografien sowie Kreuzdarstellungen als Chiffren des Todes international bekannt geworden ist, seit den 80er Jahren.

Nach 1945 seien alte Bilder auf den Flohmärkten billiger gewesen als neue Leinwände, berichtete der Künstler. So habe das "Übermalen" mit seiner Geldnot nach dem Krieg begonnen - bis er bemerkt habe, dass er "eine Beziehung dazu gefunden hatte". Mit dem Preisgeld will Rainer seine Ateliers ausbauen. Er kenne keinen Künstler, der jemals ausreichend Platz gehabt habe.(APA)