Kathmandu - Bei Gefechten mit Regierungstruppen sind nach Angaben des staatlichen nepalesischen Rundfunks vom Samstag mindestens 15 Rebellen getötet worden. Unter Berufung auf das Verteidigungsministerium hieß es, sieben Aufständische seien am Freitag bei Kämpfen in Rupandeshi, 300 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kathmandu, ums Leben gekommen, die anderen acht bei weiteren Gefechten in dem Himalayastaat. Die Regierung hatte vor wenigen Tagen eine Ausweitung ihrer Offensive gegen die maoistischen Rebellen angekündigt.

Allgemeine Wahlen gefordert

Seit dem Ende der Waffenruhe in Nepal vor knapp zweieinhalb Monaten sind nach offiziellen Angaben mehr als 1000 Menschen getötet worden. Die Maoisten hatten das Waffenstillstandsabkommen mit der Regierung Ende August aufgekündigt und Friedensgespräche abgebrochen. Im Jänner war auf Initiative von König Gyanendra ein Abkommen erzielt worden. Die Rebellen forderten allgemeine Wahlen zu einer Verfassunggebenden Versammlung und lehnten die angebotene Entsendung eigener Vertreter in eine Übergangsregierung ab. Die Aufständischen nahmen 1996 den bewaffneten Kampf gegen die Regierung in Kathmandu auf. Der Bürgerkrieg hat bisher mehr als 9.000 Menschen das Leben gekostet. (APA/AP)