Winnipeg - Bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Schwere Akute Atemwegssyndrom wollen kanadische Wissenschaftler acht Affen mit dem Sars-Virus infizieren. Anschließend gelte es festzustellen, ob diese Tiere sich für weitere Forschungen über die Auswirkungen und die mögliche Bekämpfung der tödlichen Lungenkrankheit eigneten, erklärte der wissenschaftliche Leiter des Nationalen Laboratoriums für Mikrobiologie, Frank Plummer, am Freitag in Winnipeg.

In Kanada ist bereits ein potenzieller Impfstoff gegen den Sars-Erreger entwickelt worden, der aber noch getestet und weiterentwickelt werden muss. Dabei sollen die Affen helfen. Plummer betonte, dass die erkrankten Tiere schließlich human getötet würden und dass die Sicherheit des Forschungspersonals jederzeit gewährleistet sei. Tierschützer kritisierten jedoch die Verwendung und Tötung von Affen zu Forschungszwecken.

Die Sars-Epidemie im vergangenen Sommer hat außerhalb Asiens vor allem Kanada betroffen. Von dort stammten 43 der weltweit 774 Sars-Toten. (APA/AP)