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Jugendliche Anhänger von Alvaro Colom bei einer Wahlkampfveranstaltung

Foto: Reuters/Gonzalez
Guatemala - Bei Auseinandersetzungen wegen der verspäteten Öffnung eines Wahllokals in Guatemala sind zwei Frauen ums Leben gekommen. Fünf Menschen wurden am Sonntag nach Angaben der Rettungskräfte in der Ortschaft El Quiche, rund 350 Kilometer nördlich von Guatemala-Stadt, verletzt.

Zu den Tumulten kam es, weil die Behörden das Wahllokal in einer Schule am Morgen nicht öffneten, sich aber bereits lange Schlangen gebildet hatten. Dabei wurden zwei 56 und 65 Jahre alte Frauen zu Tode getrampelt. Am frühen Morgen wurde ein Kandidat der Mitte-Links-Partei Nationale Einheit der Hoffnung (UNE) für die Parlamentswahl durch Schüsse verletzt. Er war von einem Treffen mit dem aussichtsreichen Präsidentschaftskandidaten Alvaro Colom gekommen.

Ex-Diktator Rios Montt unter den Kandidaten

Unter den elf Kandidaten ist auch der frühere Diktator Efrain Rios Montt, dem schwerste Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. In den meisten Umfragen lag er aber nur auf dem dritten Platz hinter den beiden bürgerlichen Kandidaten Oscar Berger und Alvaro Colom. Falls kein Kandidat die absolute Mehrheit gewinnt, wird eine Stichwahl am 28. Dezember erforderlich.

Die gut fünf Millionen Wahlberechtigten waren außerdem aufgerufen, einen neuen Kongress, neue Kommunalvertretungen und die Abgeordneten des Zentralamerikanischen Parlamentes zu wählen. Die Europäische Union und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) haben zusammen mehr als 200 Wahlbeobachter nach Guatemala geschickt. Mit ersten Wahlergebnissen wird Montag Früh gerechnet. (APA/AFP)